Sport für Entwicklung und Frieden. Vom 16. bis 20. Mai 2022 nahmen wir am zweiten Teil der GloKnoCo School teil, der dieses Mal in Brüssel stattfand. Dies ist ein Projekt, das vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union co-finanziert wird. Dort wurden Studenten verschiedener Universitäten von Vertretern verschiedener NRO und Professoren, die in diesem Bereich tätig sind, über Sport für Entwicklung und Frieden unterrichtet. Die teilnehmenden Universitäten sind die University of Brighton, die Universität Paderborn und die Palacký Universität Olomouc. Neben PlayHandball waren auch die NGOs INEX, FHPU und MSIS vertreten. Unsere Vertreter waren Moritz Rottmann und Vincent Albers, die beide Freiwillige sind und derzeit in Deutschland leben. In einem kurzen Bericht erzählen sie uns über das Programm und ihre Erfahrungen bei der Exkursion nach Brüssel.

Ich bin Vincent und studiere derzeit Maschinenbau und mache eine Ausbildung zum technischen Produktdesigner. Im September werde ich nach Südafrika gehen und einen Freiwilligendienst bei PlayHandball beginnen. Ich bin Moritz und nehme derzeit am Trilateral Youth Coaches Encounter (TYCE) teil, einem virtuellen Austausch- und Kapazitätsaufbauprogramm zwischen jungen Menschen aus Deutschland, Südafrika und Kenia.
Im Rahmen unseres aktuellen und zukünftigen Engagements bei PlayHandball haben wir an der GloKnoCo-Schule teilgenommen und eine einwöchige Exkursion nach Brüssel unternommen.
In diesen Tagen standen Besuche bei verschiedenen Nichtregierungsorganisationen, Begegnungen mit Menschen und ein abschließender Konferenztag auf dem Plan, alles zum Thema ‚Sport für Entwicklung und Frieden‘. Der erste Besuch fand bei der Organisation Play4Peace in ihrem P4P-Haus statt. Die belgische Ministerin für Klima, Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Green Deal, Zakia Khattabi, hielt eine Rede über ‚Sport für Entwicklung und Frieden‘ in Belgien und die UN-SDGs. Sie wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass die Entwicklung nachhaltig ist, insbesondere weil wir in einer Konsumgesellschaft leben. Dann erzählte der Gründer Ayman Ramdani die Geschichte von Play4Peace und wie sie jungen Menschen unabhängig von ihrer Geschichte Orientierung und Unterstützung bieten wollen.
Im EU-Olympiazentrum wurde gezeigt, in welchen Projekten das Olympische Komitee der EU aktiv ist. Neben seiner Hauptaufgabe, die Interessen der nationalen olympischen Komitees zu vertreten, hat das Komitee im Jahr 2009 eine Politik zum Thema SDP entwickelt. Heutzutage sind viele ihrer Projekte Wiederherstellungspläne für die COVID-19-Krise.
Die zweite NRO, die wir besuchten, war BX Brussels. Es handelt sich um eine fußballorientierte Organisation, die von dem ehemaligen Fußballspieler Vincent Kompany gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, Kinder aus verschiedenen Minderheiten in die Gesellschaft einzugliedern, indem sie jedem, unabhängig von seiner Geschichte, die Möglichkeit geben, Mitglied einer Fußballmannschaft zu sein. Es hat viel Spaß gemacht, als BX Brüssel der ganzen Gruppe ein Fußballtraining gab, um zu zeigen, wie ihr Team funktioniert.
Wie bereits erwähnt, war der letzte Tag ein Konferenztag. Zunächst hielten zwei der führenden Forscher für SDP, Prof. Cora Burnett von der Universität Johannesburg und Prof. Fred Coalter von der Vrije Universiteit Brussel, Reden über ihre Perspektiven von ‚Sport für Entwicklung und Frieden‘. Im Anschluss daran stellten wir Studenten die Theorien der Veränderungen (Theories of Changes, ToC) der NRO vor, die wir in internationalen Gruppen vor der Woche in Brüssel erarbeitet hatten. Diese Theorien zeigen die Verbindung zwischen Aktionen und Auswirkungen der Aktivitäten einer Organisation. Natürlich präsentierte eine Gruppe auch die ToC von PlayHandball. Der Tag endete mit einer Podiumsdiskussion zwischen verschiedenen Experten auf dem Gebiet ‚Sport für Entwicklung und Frieden‘, von Akademikern bis hin zu Praktikern (Mitarbeiter von NGOs).
Wir knüpften viele neue Kontakte mit erstaunlichen Menschen aus verschiedenen Ländern und erhielten großartige Einblicke in die Arbeit einiger NROs. Unser Lieblingsereignis war der letzte Tag der Konferenz, an dem wir den Gedanken der SDP-Experten zuhören und mit ihnen persönlich über dieses Thema diskutieren konnten. Das war sehr bereichernd.
Unser Fazit als Vertreter von PlayHandball und gleichzeitig als Nutznießer dieser großartigen Gelegenheit ist: „Dieses Projekt war eine großartige Möglichkeit zu sehen, wie verschiedene Organisationen (staatliche und nichtstaatliche) Sport für Entwicklung und Frieden einsetzen. PlayHandball kann nur davon profitieren, Wissen zu teilen, ob es nun darum geht, etwas zu lehren oder etwas beigebracht zu bekommen. Außerdem konnten wir sehen, wie wichtig es ist, das Netzwerk von PlayHandball innerhalb und außerhalb Südafrikas und Kenias zu erweitern“.

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